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Es gibt Zei­ten in unse­rem Leben, da spü­ren wir mehr als sonst, wie die Zeit ver­geht.
Manch­mal haben wir regel­recht den Ein­druck: die Zeit läuft davon.

Beson­ders an Wen­de­punk­ten unse­res Lebens erfah­ren wir greif­bar: Gegen­wart wird Vergangenheit.

Der Jah­res­wech­sel ist ein sol­cher Wendepunkt.

Jeder von uns hat wie­der ein Jahr mehr hin­ter sich und vor sich.

Der Jah­res­wech­sel kann uns bewusst machen, dass unse­re Zeit
befris­tet ist.

Und nicht nur unse­re per­sön­li­che Lebens­zeit hat eine Gren­ze, die unaus­weich­lich auf uns zukommt.
Die Zeit über­haupt wird ein Ende haben.

Unser Glau­be sagt uns: Zeit ist wer­den­de Ewigkeit.

Kei­ne Stun­de, kein Jahr unse­res Lebens ver­weht und ver­geht ins Nichts.

An jedem neu­en Tag bau­en wir an unse­rer Ewigkeit.

Jede ver­ge­hen­de Stun­de ist ein Bau­stein der Unver­gäng­lich­keit, die uns Gott zuge­sagt hat. Wir bau­en am „himm­li­schen Jerusalem“.

Der Apos­tel Pau­lus schreibt ein­mal: „Was du säst, wirst du ern­ten. Wer reich­lich sät, wird reich­lich ern­ten; wer spär­lich sät, wird spär­lich ern­ten.“
Das führt uns zu der Fra­ge „Wie ver­brin­gen wir unse­re Zeit?“ Womit fül­len wir unse­re Tage und Stun­den an?

Noch ist das Neue Jahr wie ein Buch mit vie­len lee­ren Sei­ten vor uns.
Was wird am Ende drin ste­hen?
Vor allem: Wer­den wir uns damit vor Gott sehen las­sen kön­nen?
Wird das Bestand haben vor ihm?

Sam­melt euch Schät­ze im Him­mel“, sagt Jesus, „die nicht Rost und Mot­ten ver­zeh­ren!“
Und: „Was nützt es euch, wenn ihr die gan­ze Welt gewinnt, aber an eurer See­le Scha­den leidet?“

Eine gro­ße Mög­lich­keit liegt mit die­sem neu­en Jahr wie­der vor uns: Dass wir näm­lich den Krug unse­res Lebens auf­fül­len mit jenen Schät­zen, die im Ange­sicht Got­tes nicht wie Stroh ver­bren­nen, son­dern Bestand haben.

Jörg Zink schreibt fol­gen­des: „Ich bit­te dich um Sorg­falt, Herr, dass ich mei­ne Zeit nicht töte, nicht ver­trei­be, nicht ver­der­be. Jeder Tag ist wie ein lee­rer Krug. Ich möch­te ihn fül­len mit den ‚Schät­zen’, die nicht ver­ge­hen, Glau­be, Hoff­nung, Lie­be. Jeder Tag ist ein Strei­fen Land. Ich möch­te reich­lich säen. Ich möch­te Gedan­ken und Gesprä­che, Freund­lich­keit und Auf­merk­sam­keit hin­ein­wer­fen, und vor allem Lie­be, damit Frucht wächst.“

Ich wün­sche uns allen, dass wir jeden Tag die­ses neu­en Jah­res dank­bar und froh als Geschenk Got­tes anneh­men und nut­zen können.

Ihr Pas­tor Tho­mas Kubsa