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Das Wunder von Haspe — 30 Jahre Korbacher 20”

Vor 30 Jah­ren, im Sep­tem­ber 1990, öff­ne­te die Bera­tungs- und Begeg­nungs­stät­te „Cor­ba­cher 20“ zum ers­ten Mal ihre Tore …

Am Anfang stand eine Stadt­tei­l­ana­ly­se, um das sozia­le Umfeld in Has­pe ken­nen­zu­ler­nen, wobei sich schnell her­aus­stell­te, dass eine Anlauf­stel­le ins­be­son­de­re für arme, bedürf­ti­ge Men­schen von Nöten war … Auch in der Fol­ge­zeit ist dies unser Anspruch geblie­ben, die Bedürf­nis­se der Hasper auf­zu­grei­fen und unser Ange­bot danach aus­zu­rich­ten.

Der rege Zulauf zu unse­ren Treff­mög­lich­kei­ten sowie die hohe Inan­spruch­nah­me des Bera­tungs­an­ge­bots haben uns dar­in bestärkt, den rich­ti­gen Weg gegan­gen zu sein. … Vie­len Allein­ste­hen­den und auch Fami­li­en konn­ten wir mit Rat und Tat wei­ter­hel­fen: Sei es ihre Ansprü­che gegen­über Behör­den durch­zu­set­zen oder ers­te, aku­te Not­la­gen durch die Ver­sor­gung mit Lebens­mit­teln zu über­brü­cken.

Als wir am 1. Febru­ar 1990 als Sozi­al­ar­bei­te­rin bzw. Sozi­al­päd­ago­ge in Has­pe ange­fan­gen haben, hat nie­mand ahnen kön­nen, dass wir 30 Jah­re spä­ter immer noch hier tätig sein wür­den. Wir waren zunächst – im Rah­men eines auf fünf Jah­re befris­te­ten Fonds der Evan­ge­li­schen Kir­che von West­fa­len – von der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Has­pe in enger Zusam­men­ar­beit mit der katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de St. Boni­fa­ti­us ein­ge­stellt wor­den. Nach Aus­lau­fen der lan­des-kirch­li­chen För­de­rung grün­de­ten Enga­gier­te aus bei­den Kir­chen­ge­mein­den den „Ver­ein für christ­li­che Sozi­al­ar­beit Has­pe e.V.“, um die „Cor­ba­cher 20“ in eige­ner Trä­ger­schaft fort­zu­füh­ren. Ein sta­bi­les Spen­der­netz­werk wur­de auf­ge­baut und seit nun­mehr 25 Jah­ren wird die Arbeit der „Cor­ba­cher 20“ über­wie­gend auf Spen­den­ba­sis finan­ziert! Inhalt­lich wird die sozia­le Stadt­teil­ar­beit seit 30 Jah­ren vom Öku­me­ni­schen Arbeits­kreis Has­pe beglei­tet, für uns ver­bun­den mit dem guten Gefühl und Wis­sen, dass die bei­den Kir­chen­ge­mein­den voll hin­ter uns ste­hen und uns den Rücken stär­ken. Auch sei­tens der loka­len Poli­tik wur­de die Wich­tig­keit unse­rer Arbeit erkannt, so dass wir auch von die­ser Sei­te sowohl inhalt­lich wie auch finan­zi­ell Unter­stüt­zung bekom­men.

So ist unse­re klei­ne Bera­tungs- und Begeg­nungs­stät­te im Lauf der Jah­re zu einer fes­ten Grö­ße in Has­pe gewor­den, was eini­ge als „Wun­der von Has­pe“ bezeich­nen. Wir bedan­ken uns, auch im Namen unse­rer Besucher*innen, für das in uns gesetz­te Ver­trau­en und bli­cken hoff­nungs­voll in die Zukunft, damit das „Wun­der von Has­pe“ noch lan­ge anhält.


 Bir­git Klei­ne – Roland Kunigk