Am 7. September 2025 wurde Pier Giorgio Frassati heiliggesprochen — 100 Jahre nach seinem Tod und 35 Jahre nach seiner Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II.
Für viele junge Menschen auf der ganzen Welt ist das ein Tag der Freude.
Denn Frassati ist längst ein Vorbild: tief im Glauben verwurzelt, mitten im Leben stehend — ein Mensch, der gezeigt hat, dass Heiligkeit auch jung, mutig und fröhlich sein kann.
Er wurde 1901 in Turin geboren und wuchs in einer wohlhabenden Familie auf.
Sein Vater war Herausgeber der Zeitung La Stampa, seine Mutter Künstlerin.
Trotz seiner Herkunft zog es ihn nicht in die feinen Kreise der Stadt, sondern zu den Menschen am Rand: zu den Armen, Kranken und Obdachlosen.
Er engagierte sich im Verborgenen, verschenkte sein Geld, brachte Medikamente, organisierte Unterkünfte — und das alles, ohne viel Aufsehen darum zu machen.
Seine Eltern erfuhren erst nach seinem Tod, wie viele Menschen er in seiner kurzen Lebenszeit begleitet hatte.
Gleichzeitig war er keiner, der mit gesenktem Blick durch die Welt ging.
Er war ein junger Mann voller Lebensfreude: sportlich, gesellig, bergbegeistert.
Das berühmteste Foto zeigt ihn auf einem Gipfel, mit Pfeife im Mund und einem verschmitzten Lächeln im Gesicht.
Man fand ihn unter Freunden, immer mit einem Witz auf Lager!
Doch trotz all seiner Aktivitäten stand sein Leben ganz im Zeichen des Glaubens: die tägliche Eucharistie, der Rosenkranz, die Zugehörigkeit zum Dritten Orden der Dominikaner, das Gebet.
Oft betete er bis tief in die Nacht.
Seine Mutter fand ihn morgens manchmal schlafend auf dem Boden neben seinem Bett — eingeschlafen nach stundenlangem Gebet.
1925 starb er mit nur 24 Jahren.
Bei seiner Beerdigung in Turin kamen ca. 10.000 Menschen — viele von ihnen arm, obdachlos oder krank.
Menschen, die er unterstützt hatte. Menschen, denen er Hoffnung gegeben hatte.
Frassati zeigt: Ein Leben mit Christus kann voller Lachen,Freundschaft und Freiheit sein — und zugleich voller Ernst, Mitgefühl und Hingabe.
Seine Heiligsprechung ist nicht nur eine kirchliche Ehre, sondern ein Aufruf an uns alle, den Glauben mutig und konkret zu leben.
Ich bin Yasmin Nagorska und momentan Praktikantin in Ihrem Pastoralen Raum.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und Gottes reichen Segen!
Ihre Yasmin Nagorska, Praktikantin
