loader image

Lie­be Mitchristen!

„Es ist schon ein Kreuz mit dir!“
Die­ser Satz über einen ande­ren Men­schen kann schon mal über die Lip­pen oder Gedan­ken kom­men, wenn uns eine bestimm­te Situa­ti­on zur Last wird.
Ein Satz, der gar nicht mal bös­ar­tig gemeint ist, son­dern mehr ein Aus­druck der Ver­zweif­lung und Hilf­lo­sig­keit.
Viel­leicht dann, wenn man­ches ein­fach über die eige­ne Kraft hin­aus­geht, etwa bei der Pfle­ge demenz­kran­ker Angehöriger.

Nicht der kon­kre­te Mensch, wohl aber die Situa­ti­on und das eige­ne Ner­ven­kos­tüm wer­den dann mit dem Kreuz­weg Jesu ver­gli­chen.
Ein Aus­druck des Mit­füh­lens und Mitleidens.

Vie­le Men­schen in unse­rer Gesell­schaft tra­gen auf die­se Wei­se ihr Kreuz als per­sön­li­chen Kreuz­weg.
Und die­ser Weg ist eben leid­voll und schmerzhaft.

Und den­noch ist der Blick auf das Kreuz Jesu auch ein Blick, der Trost ver­mit­telt.
Ich muss mein Kreuz nicht allein tra­gen.
Da ist einer, der mein Kreuz mit­trägt, weil er es für die gan­ze Mensch­heit schon getra­gen hat.
Und durch sei­ne Auf­er­ste­hung hat er schließ­lich das Kreuz über­wun­den, und das Fol­ter- und Todes­in­stru­ment zum Zei­chen des Sie­ges und der Hoff­nung gemacht.
Am Fest Kreuz­erhö­hung (14. Sep­tem­ber) wird das Kreuz Chris­ti in den Mit­tel­punkt gestellt.
Seit dem 5. Jahr­hun­dert ist die­ses Fest für Jeru­sa­lem bezeugt und im 7. Jahr­hun­dert kam das Fest in den west­li­chen Teil der Kir­che.
Durch das Kreuz dür­fen wir teil­ha­ben an der Frucht der Erlö­sung (Tages­ge­bet).
So sehr wir im Leben auch Pha­sen und Momen­te des Kreu­zes tra­gen und ertra­gen müs­sen, es ist der Weg in die Ewig­keit, in das Leben in Fül­le, das uns am Ende erwar­tet.
Wir dür­fen getrös­tet sein!

Eine geseg­ne­te Zeit wünscht Ihnen

Ihr Pas­tor Peter Niestroj

Bild: Han­nah Busing für unsplash.com