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Am 15. August fei­ert die Kir­che Maria Him­mel­fahrt, genau­er Mariä Auf­nah­me in den Him­mel.
Es ist eines der ältes­ten maria­ni­schen Hoch­fes­te.
Die Wur­zeln rei­chen bis in die frü­he Chris­ten­heit zurück.
Schon im 5. Jahr­hun­dert wur­de das Fest im Osten des Römi­schen Rei­ches unter dem Namen „Dor­mi­tio Mariae“ (Ent­schla­fung Mari­ens) gefei­ert.
Von dort brei­te­te sich der Brauch nach Wes­ten aus und wur­de im 7. Jahr­hun­dert von Papst Ser­gi­us I. in Rom ein­ge­führt.
Im Mit­tel­al­ter gewann Maria Him­mel­fahrt wei­ter an Bedeu­tung, zahl­rei­che Legen­den, Lie­der und Kunst­wer­ke bezeu­gen die Ver­eh­rung der Got­tes­mut­ter.
Die Auf­nah­me Mari­ens in den Him­mel wird in der Bibel nicht aus­drück­lich erwähnt.
Den­noch hat sich der Glau­be dar­an bereits in den ers­ten Jahr­hun­der­ten des Chris­ten­tums ent­wi­ckelt.
Im Zen­trum steht die Über­zeu­gung, dass Maria, die Mut­ter Jesu, am Ende ihres irdi­schen Lebens von Gott in den Him­mel auf­ge­nom­men wur­de — mit Leib und See­le.
Der Glau­be dar­an betont die beson­de­re Stel­lung Mari­ens als „Mut­ter Got­tes“ und als Urbild der von Gott erlös­ten und voll­ende­ten Mensch­heit.
Für vie­le von uns ist das Fest daher ein Zei­chen der Hoff­nung und der Ver­hei­ßung, dass alle Men­schen zur Auf­er­ste­hung und zum ewi­gen Leben beru­fen sind.
Trost­reich und kost­bar ist, dass Maria, die ihrem Ja — Wort treu geblie­ben ist, lie­bend auf­ge­nom­men wur­de.
Der Mensch, der ver­trau­ens­voll sein Ja zum Leben und zu Gott gestal­tet, fin­det Annah­me und Auf­nah­me.
Mit Maria Him­mel­fahrt sind zahl­rei­che Bräu­che ver­bun­den; beson­ders die Kräu­ter­wei­he: Gläu­bi­ge bin­den Kräu­ter­bu­schen, die im Fest­got­tes­dienst geseg­net wer­den.
Der Ursprung die­ses Brauchs liegt in der Erzäh­lung, dass das lee­re Grab Mari­ens vom Duft der Blu­men und Kräu­ter erfüllt gewe­sen sei.
Die geweih­ten Kräu­ter gal­ten als Schutz gegen Krank­heit und Unheil und fan­den frü­her auch Anwen­dung in der Volksmedizin.

Auch heu­te hat Maria Him­mel­fahrt für vie­le von uns eine spi­ri­tu­el­le Bedeu­tung.
Das Fest erin­nert dar­an, dass Maria als ers­te unter den Glau­ben­den die Ver­hei­ßung Got­tes erfüllt bekam.
Ihr Weg vom irdi­schen Leben zur himm­li­schen Voll­endung gilt als Sinn­bild für das Ziel aller Men­schen im Glau­ben und als Ermu­ti­gung, sich für das Gute und auf Got­tes Lie­be zu ver­trau­en — dem Ja zum Leben treu zu blei­ben.
Maria Him­mel­fahrt ist für vie­le Men­schen ein Tag der Hoff­nung, der Dank­bar­keit und der Gemein­schaft — und ein leben­di­ges Zeug­nis für die Bedeu­tung der Mut­ter Got­tes im Her­zen des christ­li­chen Glau­bens.
Herz­lich lade ich Sie zur Fei­er des Hoch­fes­tes in St. Mari­en ein!
Es ist das Patro­nats­fest unse­rer Kir­che.
In den Mes­sen um 9.00 Uhr und 17.00 Uhr wer­den mit­ge­brach­te Kräu­ter geseg­net, eben­so am Sonn­tag, 17. August in der Mes­se um 11.30 Uhr.

Ich wün­sche Ihnen eine geseg­ne­te Zeit!

Ihr Pfar­rer Dirk Salzmann

Bild: katholisch.de