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Die Uni­ver­si­tät Pader­born hat am 12. März 2026 die unab­hän­gi­ge Stu­die zum Miss­brauch im Erz­bis­tum Pader­born ver­öf­fent­licht.
Die Stu­die wur­de vom Erz­bis­tum Pader­born 2019 beauf­tragt.
2018 hat­te die bun­des­wei­te MHG-Stu­die das Aus­maß des Miss­brauchs inner­halb der Katho­li­schen Kir­che in Deutsch­land deut­lich gemacht.
Dar­auf­hin haben vie­le deut­sche Bis­tü­mer unab­hän­gi­ge Stu­di­en initi­iert, um sexu­el­len Miss­brauch in ihren Diö­ze­sen auf­zu­ar­bei­ten – so auch das Erz­bis­tum Paderborn.

Seit 2020 hat die unab­hän­gi­ge Stu­die die Amts­zei­ten der frü­he­ren Pader­bor­ner Erz­bi­schö­fe Lorenz Jae­ger und Johan­nes Joa­chim Degen­hardt (1941–2002) unter­sucht.
Das Pro­jekt wur­de gelei­tet von Pro­fes­so­rin Dr. Nico­le Prie­sching und Dr. Chris­ti­ne Har­tig, bei­de vom Lehr­stuhl für Kir­chen- und Reli­gi­ons­ge­schich­te.
2023 wur­de das For­schungs­pro­jekt um die Amts­zeit von Erz­bi­schof em. Hans-Josef Becker (2003–2022) erwei­tert – die Ergeb­nis­se die­ses Teil­pro­jekts wer­den vor­aus­sicht­lich 2027 publiziert.

Auf der Grund­la­ge umfang­rei­cher Archiv­ana­ly­sen und durch Inter­views mit Betrof­fe­nen und Zeit­zeu­gen hat die Stu­die das Aus­maß des Miss­brauchs, Gewalt­er­fah­run­gen der Betrof­fe­nen, Reak­tio­nen kirch­li­cher Ver­ant­wort­li­cher sowie struk­tu­rel­le Bedin­gun­gen inner­halb der Kir­che auf­ge­ar­bei­tet.
Im Teil­pro­jekt zur Amts­zeit von Erz­bi­schof em. Becker wer­den auch die Umset­zung und Wir­kung des 2002 initi­ier­ten Ver­fah­rens zum Umgang der Kir­che mit Betrof­fe­nen, die Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on der Betrof­fe­nen und Ände­run­gen in der media­len Bericht­erstat­tung berücksichtigt.

Über­sicht Infor­ma­ti­ons- und Dialogangebote

Die Ergeb­nis­se der Stu­die bewe­gen Men­schen auf unter­schied­li­che Wei­se. Des­halb bie­tet das Erz­bis­tum Pader­born viel­fäl­ti­ge Infor­ma­ti­ons- und Dia­log­for­ma­te an.

Hot­lines

Mit­ar­bei­ten­de des Erz­bis­tums sind über ver­schie­de­ne Hot­lines erreichbar:

  • Zen­tra­le Gesprächs­hot­line zur Stu­die: 05251–125-4444
    Am 12.03. von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr; vom 13.03. bis 26.03.2026 (inkl. der Wochen­en­den) 10 — 20 Uhr
  • Beschwer­de- und Dia­log­hot­line: 05251–125-1125
  • Tele­fon­seel­sor­ge: 0800 / 111 0111 oder 0800 / 111 0222, www.telefonseelsorge.de
  • Hot­line für Medi­en­an­fra­gen und Pres­se­kon­takt: 05251–125-1558, pressestelle@erzbistum-paderborn.de

Anlauf­stel­len und Hilfsangebote

  • Bei Fra­gen zur Auf­ar­bei­tung und bei allen Mel­dun­gen von Betrof­fe­nen hilft das Team Inter­ven­ti­on im Erz­bi­schöf­li­chen Gene­ral­vi­ka­ri­at wei­ter: 05251–125-1702, intervention@erzbistum-paderborn.de.
  • Unab­hän­gi­ge Ansprech­per­so­nen: Gabrie­la Joe­pen, 0160 / 702 41 65, gabriela.joepen@ap-paderborn.de, Pader­born
    Dr. Mar­tin Reh­born, 0170 844 50 99, missbrauchsbeauftragter@rehborn.com, Dortmund
  • Der Beauf­trag­te für den Miss­brauch geist­li­cher Auto­ri­tät steht für Anfra­gen zur Ver­fü­gung: 05251 125‑1289, fromme@erzbistum-paderborn.de.
  • Anlie­gen zum The­ma Prä­ven­ti­on beant­wor­tet das Team Prä­ven­ti­on: erzbistum-paderborn.de/praeventionsarbeit.
  • Men­schen, die sexua­li­sier­te Gewalt erlit­ten haben, fin­den eine Über­sicht über Kon­takt­per­so­nen unter erzbistum-paderborn.de/anlaufstellen-betroffene.

Betrof­fe­ne kön­nen zudem Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te in Anspruch neh­men – von der Seel­sor­ge für Betrof­fe­ne und ihre Ange­hö­ri­gen, über Hil­fe bei der The­ra­pie­platz­su­che bis hin zur Beratungsformaten.

Home­page und Infobroschüre

Über Hilfs­an­ge­bo­te für Betrof­fe­ne und über die Auf­ar­bei­tung im Erz­bis­tum Pader­born infor­mie­ren die The­men­sei­ten unter www.erzbistum-paderborn.de/aufarbeitung.
Die Bro­schü­re „Infor­ma­tio­nen zum Umgang mit und zur Auf­ar­bei­tung von sexu­el­lem Miss­brauch im Erz­bis­tum Pader­born“ kann ergän­zend im Shop des Erz­bis­tums bestellt wer­den (https://shop.erzbistum-paderborn.de/).

Regio­nal­ver­an­stal­tun­gen

Bei Regio­nal­ver­an­stal­tun­gen in Dort­mund, Schmal­len­berg und Rhe­da-Wie­den­brück geht die Bis­tums­lei­tung vom 15.–17. März 2026 gemein­sam mit der Betrof­fe­nen­ver­tre­tung und dem Inter­ven­ti­ons­be­auf­trag­ten Tho­mas Wend­land mit allen Inter­es­sier­ten in Aus­tausch über die Stu­die.
Berich­te von den Ver­an­stal­tun­gen ste­hen ab dem 16. März online unter erzbistum-paderborn.de zur Ver­fü­gung und kön­nen zum Ver­lin­ken genutzt werden.

  • Sonn­tag, 15. März 2026, 18 Uhr, Dort­mund (Kon­gress­zen­trum, Goldsaal)
  • Mon­tag, 16. März 2026, 19 Uhr, Schmal­len­berg (Stadt­hal­le, Gro­ßer Saal)
  • Diens­tag, 17. März, 19 Uhr, Rhe­da-Wie­den­brück (A2 Forum, Klei­ner Festsaal).

 

Bera­tung vor Ort

Gemein­den, die von Fäl­len sexua­li­sier­ter Gewalt betrof­fen sind, die in der Stu­die beschrie­ben sind, kön­nen Beglei­tung durch das Team Inter­ven­ti­on, die Bera­tungs­diens­te und das Team Pres­se des Erz­bi­schöf­li­chen Gene­ral­vi­ka­ri­ats in Anspruch nehmen.