Schreiben Sie auch „To do“-Listen?
Einfach mal auflisten, was so alles zu tun ist, damit man es nicht vergisst?
Also ich mache das tatsächlich sehr gerne, um meinen Alltag zu strukturieren und freue mich, wenn ich etwas „abhaken“ kann.
Ich habe neulich einen Text von Susanne Niemeyer gelesen (aus einer Veröffentlichung „Damit wir klug werden, 100 Experimente mit Gott“).
In dem Text geht es um unsere persönlichen Aufgaben im Leben — beruflich und privat…
Sie spricht davon, dass jeder im Leben einen Auftrag bekommen hat:
Du sollst jemanden glücklich machen, du sollst Geige spielen, du sollst eine Formel erfinden…
Und dabei geht es nicht darum, einen Nobelpreis zu bekommen.
Es geht darum, etwas zu gestalten.
Sie drückt es aus mit einer inneren Stimme, die sagt:
„Bitteschön. Fang an! Du bist dran.“
Eine schlichte Aufforderung, einfach mal loszulegen und dann kommt das Leben dazwischen und alles kommt anders.
Dann kommen die Rufe „denk an die Familie“, „das kannst du nicht“, „erst die Arbeit und dann das Vergnügen“… und dann hat man ganz schnell viele neue Aufträge „am Hals“.
Spätestens dann sollten wir laut „Stopp“ rufen oder ein großes STOPP auf einen „To do“-Zettel schreiben, der uns daran erinnert, dass unsere Beziehung zu Gott auch ein paar „To do“-Zettel braucht und uns aus dem Hamsterrad holen kann, es allen recht zu machen.
Ich möchte Ihnen die erste Strophe eines Liedes, dass ich sehr schätze, dazu mit auf den Weg geben:
„Herr, du bist mein Leben, Herr, du bist mein Weg.
Du bist meine Wahrheit, die mich leben lässt.
Du rufst mich beim Namen, sprichst zu mir dein Wort.
Und ich gehe deinen Weg, du Herr gibst mir den Sinn.
Mit dir hab ich keine Angst, gibst du mir die Hand.
Und so bitt ich, bleib doch bei mir.“ (GL 456)
Ich wünsche uns allen, dass wir über all unseren „To do“-Listen nicht vergessen, was wirklich wichtig ist im Leben.
Ihre Rita Dransfeld, Gemeindereferentin
Bild: Michaela St für unsplash.com
