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Lie­be Schwes­tern und Brü­der, lie­be Mitmenschen,

ein beweg­tes Jahr haben wir erlebt. Pan­de­mie, Kli­ma­wan­del, Bun­des­tags­wahl und das schreck­li­che Hoch­was­ser, um nur eini­ge Ereig­nis­se zu nen­nen. In den gro­ßen Situa­tio­nen lebt jede und jeder Ein­zel­ne von uns mit den per­sön­li­chen und fami­liä­ren Schick­sals­schlä­gen und Freu­den.
In der Mess­fei­er der Hei­li­gen Nacht wer­den wir die Bot­schaft des Engels hören: „Heu­te ist euch in der Stadt Davids der Ret­ter gebo­ren; er ist der Chris­tus, der Herr.“ Lk 2,11
Der Evan­ge­list Lukas schreibt ger­ne vom „Heu­te“. Es bedeu­tet im Hier und Jetzt. Was nütz­te uns die Geburt Jesu als rei­ne Erin­ne­rung? Was ver­än­der­te allein die Fei­er von Weih­nach­ten? Heu­te meint heu­te! Die Weih­nachts­kar­te zeigt ein Bild einer Men­schen­ket­te. Es wur­de irgend­wo im Kata­stro­phen­ge­biet an der Ahr im Juli auf­ge­nom­men. Men­schen hel­fen ein­an­der – ein­fach so. Das gro­ße Leid, was vie­le erleb­ten und noch erle­ben, ist nicht rück­gän­gig zu machen – der Schmerz und die Trau­er blei­ben. Gleich­zei­tig erfuh­ren die Men­schen im Ahr­tal und bei uns in Hagen eine gro­ße Soli­da­ri­tät. Frem­de wur­den für die Geschä­dig­ten zu Engeln. Heu­te ist dir und mir und uns der Ret­ter gebo­ren. Der bei­gefüg­te Engel möch­te Ihnen die Bot­schaft von Got­tes Lie­be zu den Men­schen im Hier und Jetzt leben­dig hal­ten. Jede und jeder von uns kann dazu bei­tra­gen und so leben, dass die Bot­schaft des Engels wirk­sam bleibt. Möge es mit Got­tes Hil­fe gelin­gen, dass Weih­nach­ten über das gan­ze Jahr erfah­ren wird und der Mensch sagen kann: Heu­te ist mir der Ret­ter gebo­ren, weil du mir ein Engel warst!

Im Namen des Pas­to­ral­teams wün­sche ich Ihnen und Ihren Lie­ben ein fro­hes Weih­nachts­fest und ein geseg­ne­tes neu­es Jahr!

D. Salz­mann, Pfarrer