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Lie­be Mit­chris­tin­nen und Mitchristen,

was mich in den letz­ten Tagen beson­ders berührt hat?

Gemein­sam mit mei­ner Kol­le­gin Rita Drans­feld — und lei­der ohne den erkrank­ten Chris­toph Schnei­der — war ich in Len­ne­stadt zum Wochen­en­de für unse­re Erst­kom­mu­ni­on­kin­der und ihre Familien.

In die­sem Jahr waren wir eine klei­ne­re Run­de.
Und doch war das Hal­lo bei der Ankunft groß.
Viel­leicht fra­gen Sie sich: Wer fährt eigent­lich zu einem Fami­li­en­wo­chen­en­de für Erst­kom­mu­ni­on­kin­der mit?

Von Frei­tag bis Sonn­tag neh­men sich Fami­li­en ganz bewusst Zeit.
Zeit für­ein­an­der.
Zeit mit ande­ren.
Und Zeit mit Gott.
Für vie­le ist das im All­tag alles ande­re als selbst­ver­ständ­lich.
Zwi­schen Ter­mi­nen, Ver­pflich­tun­gen und Erwar­tun­gen bleibt oft wenig Raum zum Innehalten.

An die­sem Wochen­en­de ent­steht genau die­ser Raum.

Eltern kom­men mit­ein­an­der ins Gespräch und erzäh­len aus ihrem Leben — ehr­lich, suchend, manch­mal auch müde.
Die Kin­der ent­de­cken neue Per­spek­ti­ven auf Jesus und spü­ren, was es hei­ßen kann, mit ihm in Bezie­hung zu ste­hen.
Und natür­lich gehö­ren Spiel und Lachen dazu.
Denn was ver­bin­det mehr, als mit­ein­an­der Freu­de zu teilen?

War­um mich die­ses Wochen­en­de noch immer begleitet?

Weil ich dort Men­schen begeg­ne, die im nor­ma­len Gemein­de­le­ben viel­leicht gar nicht so sicht­bar sind.
Hier aber sind sie da — mit ihren Fra­gen, ihrer Sehn­sucht, ihrem Glau­ben, der manch­mal lei­se und tas­tend ist.
Ich höre, wofür ihr Herz schlägt.
Ich höre auch, wie knapp ihre Zeit ist — gera­de am Wochen­en­de, wenn all das unter­ge­bracht wer­den soll, was im All­tag lie­gen bleibt.

Und dann wird mir etwas neu bewusst:

Zeit wird hei­lig, wenn sie geteilt wird.
Wenn wir ein­an­der wirk­lich zuhö­ren.
Wenn wir mit­ein­an­der beten.
Wenn wir gemein­sam essen, lachen, glauben.

Viel­leicht ist genau das ein klei­ner Vor­ge­schmack auf das, was wir in der Erst­kom­mu­ni­on fei­ern: In der Eucha­ris­tie teilt Chris­tus sich selbst.
Er schenkt nicht nur Brot — er schenkt Gegen­wart.
Und wo Men­schen sich Zeit für­ein­an­der neh­men, wird die­se Gegen­wart spür­bar.
Nicht spek­ta­ku­lär.
Nicht laut.
Son­dern mit­ten im Leben.

Manch­mal braucht es nur ein Wochen­en­de — und Gott fin­det wie­der einen Platz in unse­rer Zeit.

Ein gro­ßer Dank geht auch an Fami­lie Eicher und ein Team vom Fami­li­en­bund, die gemein­sam mit uns das Wochen­en­de zu einer hei­li­gen Zeit wer­den ließen.

Ihre Chris­ti­ne Dell­muth, Gemeindereferentin