- Rerum Novarum
Vor 135 Jahren, am 15. Mai 1891, veröffentlichte Papst Leo XIII., der auch als „Arbeiterpapst“ in die Geschichte einging, die Sozialenzyklika „Rerum novarum“.
Er reagierte damit auf die industrielle Revolution und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Lebensbedingungen der arbeitenden Bevölkerung.
Der Papst betonte die Aufgaben des Staates und der Arbeitgeber für das Gemeinwohl und die soziale Gerechtigkeit und begründete damit die katholische Soziallehre.Er verwirft sowohl „das freie Spiel der Kräfte“ eines Liberalismus wie auch die sozialistische Theorie von der Abschaffung allen Privateigentums.
Der Staat müsse ein Sozialstaat sein, der seine Bürger vor Ausbeutung schützt.Seit Rerum Novarum hat fast jeder Papst eine Sozialenzyklika veröffentlicht und neuerkannte Probleme und Lösungswege aufgezeigt.
Die „Christliche Gesellschaftslehre“ hat sich zu einer eigenen theologischen Disziplin entwickelt, neben z.B. Exegese, Dogmatik und Fundamentaltheologie.Die sozialistischen Theorien sind seit dem Fall den Revolutionen des Jahres 1989 eher im Schatten, ein Wirtschaftsliberalismus neuer Ausprägung prägt weite Teile einer Welt, in der die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander geht.
In unserer Kirche beschäftigen wir uns im Moment vor allem mit uns selbst.
Dabei hätten wir in guter Tradition doch auch soviel über unser Zusammenleben in der staatlichen Gesellschaft zu sagen.Es grüßt Sie herzlich
Ihr Pastor Christoph Schneider
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