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  • Geist­li­cher Impuls (4. Okto­ber 2020)

    Geistlicher Impuls

    Nun ist er vorbei, der Sommer, der ein anderer war, als alle zuvor.

    Am Ende eines Som­mers ste­hen immer die Ern­te und der Dank für die Ern­te. Auch in die­sem Jahr wer­den wir in den Gemein­den das
    Ern­te­dank­fest fei­ern. Viel­leicht lohnt es sich in die­sem Jahr über den DANK ein­mal beson­ders nach­zu­den­ken.

    Da sind natür­lich die Früch­te „der Erde und der mensch­li­chen Arbeit“, die in Brot und Wein — nicht nur zum Ern­te­dank­fest – in jeder Mes­se in der Gaben­be­rei­tung zum Altar gebracht wer­den. Beim Ern­te­dank­fest wird dies in vie­len Kir­chen aus­ge­wei­tet auf alle Früch­te, die es im Herbst reich­lich gibt. Mit die­sen Früch­ten wird die Kir­che geschmückt, gelegt auf Stroh­bal­len oder karier­te Tücher. Das zeigt die Fül­le an Lebens­mit­teln, die wir in unse­rem Land haben.

    Was aber ist mit der „mensch­li­chen Arbeit“? Die wur­de in die­sem Jahr auf einen har­ten Prüf­stand gestellt. Wochen und Mona­te gab es für vie­le Men­schen gar kei­ne Arbeit; teil­wei­se auch kei­nen Lohn oder Kurz­ar­bei­ter­geld. Home office und Video­kon­fe­ren­zen haben für vie­le den All­tag bestimmt. Schaf­fen wir es, auch dafür „Dan­ke“ zu sagen? Viel­leicht ist das die Her­aus­for­de­rung für uns.

    Ich möch­te mit einem Zitat des schwe­di­schen Schrift­stel­lers und ehe­ma­li­gen UN-Gene­ral­­se­­kre­­tärs Dag Ham­mer­s­kjöld enden, das häu­fig zu Weih­nach­ten und Neu­jahr zitiert wird. In die­sem Jahr fin­de ich, dass es auch sehr pas­send für unse­re momen­ta­ne Situa­ti­on ist:

    Für das Ver­gan­ge­ne – Dank. Für das Kom­men­de – Ja!“

    Ich wün­sche uns allen, dass wir das „Ja“ zur Zukunft sagen kön­nen, von der wir nicht wis­sen, was sie uns brin­gen wird.

    Blei­ben Sie gesund und behü­tet.

    Ihre
    Rita Drans­feld

     

    Geistlicher Impuls

    Rita Drans­feld

    Gemein­de­re­fe­ren­tin

  • Geist­li­cher Impuls (13. Sep­tem­ber 2020)

    Geistlicher Impuls

    Firmung anno domini 2020

    Gedanken

    Es pas­siert wirk­lich. In den kom­men­den Tagen fin­den in unse­rem Pas­to­ra­len Raum die Firm-Fei­ern statt. 132 jun­ge Men­schen wer­den durch Weih­bi­schof Domi­ni­cus OSB gefirmt. Nach den neu­es­ten Umbrü­chen und Her­aus­for­de­run­gen die­ses Jah­res ist das nicht selbst­ver­ständ­lich.

    Wenn ich mich in der ver­gan­ge­nen Zeit mit unter­schied­li­chen Men­schen über die Fir­mung und die Vor­be­rei­tung dar­auf unter­hal­ten habe, dann hieß es nicht sel­ten: „Und die sind wirk­lich vor­be­rei­tet?“ Zuge­ge­ben wird die­se Nach­fra­ge ganz unter­schied­li­che Gedan­ken aus­lö­sen. Die einen wer­den sagen, dass eine Vor­be­rei­tung ja gar nicht statt­fin­den konn­te. Ande­re wün­schen sich eine ganz ande­re Form der Vor­be­rei­tung wie in Pas­to­ra­len Räu­men um uns her­um. Wie­der ande­re über­las­sen die Vor­be­rei­tung auf die Fir­mung dem Wir­ken des Hei­li­gen Geis­tes.

    Die Per­spek­ti­ve der jun­gen Men­schen, für die die­se Vor­be­rei­tung geplant und gedacht war, ist wie­der ganz anders.

    Wenn ich an mei­ne eige­ne Fir­mung den­ke, dann hat­te ich vie­les im Kopf aber nicht, dass ich mal einen Job im Volk Got­tes anneh­men wür­de.

    Was bedeu­tet es, sich auf ein Sakra­ment vor­zu­be­rei­ten? Wie kann ich mich über­haupt auf die Begeg­nung mit Gott vor­be­rei­ten?

    Die­se Fra­gen habe ich mir oft gestellt. Mei­ne vor­läu­fi­ge Ant­wort:
    „Gar nicht.“

    Es ist nicht die Begeg­nung auf die wir uns im Vor­feld der Sakra­men­te vor­be­rei­ten, son­dern deren Kon­se­quenz. Wenn ich die­sem Gott begeg­ne, dann hat das eine Kon­se­quenz für mein Leben, für die Art und Wei­se wie ich mein Leben füh­re.

    Aber glau­ben wir denn, dass die­se Vor­be­rei­tung mit dem Sakra­ment endet? Ist die Fir­mung nicht viel mehr ein Beginn, ein Pro­zess, der mein Leben Stück für Stück und Jahr für Jahr ver­än­dert?

    In die­sem Jahr hat vie­les in der Firm­vor­be­rei­tung anders statt­ge­fun­den oder ist aus­ge­fal­len. Statt aber ein­fach einen Haken an die Sache zu machen, möch­te ich heu­te eine Bit­te an Sie und Euch rich­ten. Berei­ten wir uns gegen­sei­tig vor. Neh­men wir uns gegen­sei­tig mit in unse­re Leben, die ganz unter­schied­lich von unse­rer Got­tes­be­zie­hung geprägt sind, die Kon­se­quen­zen haben. Zei­gen wir uns gegen­sei­tig unse­re Begeis­te­rung für unse­ren Glau­ben und unser Enga­ge­ment. Spre­chen wir uns gegen­sei­tig zu, was für ein wert­vol­ler Teil an die­sem Leib Chris­ti jeder und jede ist. Neh­men wir die unter­schied­li­chen Talen­te wahr, die unse­re Kir­che so ein­zig­ar­tig, bunt und viel­fäl­tig machen. Und beglei­ten wir uns so auf dem Weg als — gefirm­te — Chris­ten und Chris­tin­nen.

    Bit­te beten Sie für die jun­gen Men­schen, die einen neu­en Abschnitt ihres Lebens begin­nen.

    Blei­ben Sie gesund.

    Es grüßt Sie herz­lich

    Ihr Tho­mas Wertz

    PS: Schon jetzt eine kur­ze Anmer­kung. Soll­ten Sie Inter­es­se dar­an haben, die Firm­vor­be­rei­tung 2022 mit­zu­ge­stal­ten, mel­den Sie sich ger­ne bei mir (wertz@hagen-mitte-west.de). Ich freue mich von Ihnen zu lesen.

     

     

     

     

     

    Geistlicher Impuls

    Tho­mas Wertz

    Deka­­nats- und Gemein­de­re­fe­rent

  • Geist­li­cher Impuls (23. August 2020)

    Geistlicher Impuls

    Können wir das schaffen?

    Kraft für die zweite Jahreshälfte

    Die Fra­ge geht viel­leicht dem Einen oder der Ande­ren durch den Kopf. Ein neu­es Schul­jahr, ein neu­es Kin­der­gar­ten­jahr liegt vor uns – eben­so wie die rest­li­chen Mona­te von 2020. Bei einem Zwi­schen­re­sü­mee schnei­det die­ses Jahr irgend­wie nicht so gut ab, wenn ich ehr­lich bin.

    Es ist, als ob die Tex­te der kom­men­den Sonn­ta­ge genau das ahnen wür­den: Wir hän­gen in einem Som­mer­loch. Die Hit­ze der letz­ten Woche sitzt uns noch etwas in den Kno­chen, trotz­dem schwin­gen wir uns auf: „Ein­mal Kraft für die zwei­te Jah­res­hälf­te bit­te“ möch­te man am liebs­ten bestel­len.

    Für unser Leben als Chris­ten möch­ten uns die Evan­ge­li­en der nächs­ten Woche anspor­nen: Als ers­tes begeg­net uns Petrus – der­je­ni­ge, der so oft geschei­tert ist im Ver­trau­en auf Jesus. Er ist (viel­leicht gera­de des­halb?) der­je­ni­ge, auf den sich Jesus ver­lässt und dem er die Schlüs­sel zum Him­mel­reich über­gibt. Für mich steckt da die Zusa­ge drin: Du bist mein Zeu­ge, mein Nach­fol­ger – auch wenn du oft zwei­felst und zurück­schreckst. Auch wenn ich sel­ber nicht Petrus bin, macht mir die Zusa­ge Mut. Die Bot­schaft Got­tes, die Bot­schaft Jesu in Tat und Wort ver­kün­den ist nicht ein­fach. Oft eckt man bei ande­ren damit an oder hat das Gefühl, viel­leicht nicht deut­lich genug von Got­tes Lie­be zu spre­chen. Schon Jesa­ja weiß, wie schwer es ist, Got­tes Mund zu sein. Und auch die Pro­phe­ten damals scheu­ten sich so man­ches Mal, die Bot­schaft Got­tes, die nicht immer auf offe­ne Ohren stößt, den Men­schen zu ver­kün­den. Wenn schon die Pro­phe­ten hadern – dann darf es auch bei mir hin und wie­der hadern, oder?

    Trotz­dem gilt: Jeder Ein­zel­ne ist mit­ver­ant­wort­lich für die Gemein­de und das Leben in ihr. Gera­de jetzt, nach die­ser lan­gen Zeit der Pau­se, for­dert es mich her­aus, Wege zu suchen, um Gemein­de erleb­bar zu machen. Mut macht mir – „wo zwei oder drei in mei­nem Namen ver­sam­melt sind, da bin ich mit­ten unter ihnen“. (Mt 18,20)

    Ich wün­sche Ihnen in den kom­men­den Wochen Begeg­nun­gen mit zwei­en oder drei­en, bei denen Sie den Geist Jesu, den Geist Got­tes unter sich spü­ren kön­nen.

    Ihre

    Chris­ti­ne Dell­muth

     

     

     

    Geistlicher Impuls

    Gemein­de­re­fe­ren­tin Chris­ti­ne Dell­muth

  • Geist­li­cher Impuls (2. August 2020)

    Geistlicher Impuls

     

    Vorschau auf Ostern — Es gibt keine Abkürzung

    Lie­be Mit­chris­ten!

    Vor­schau auf Ostern“. So könn­te man das Fest der Ver­klä­rung des Herrn, das wir am 6. August fei­ern, über­ti­teln. Es war damals die Zeit, als die Pha­ri­sä­er den Ent­schluss gefasst hat­ten, Jesus umzu­brin­gen. Es war die Zeit, als Jesus selbst immer deut­li­cher wur­de: Mein Weg nach Jeru­sa­lem endet nicht als strah­len­der Held. Mein Weg endet am Kreuz.

    Es war die Zeit, als Jesus anfing, zu sei­nen Jün­gern ganz offen davon zu reden: In Jeru­sa­lem wer­de ich den Hei­den aus­ge­lie­fert, und sie wer­den mich töten. Am drit­ten Tag aber wer­de ich auf­er­ste­hen.

    Es war die Zeit, als Jesus den Jün­gern in aller Deut­lich­keit sag­te: Ihr wer­det alle den glei­chen Weg gehen, den Kreuz­weg. „Wer mein Jün­ger sein will, der muss bereit sein, das Kreuz auf sich zu neh­men und mir so nach­zu­fol­gen.“

    Es gibt da kei­ne Abkür­zung. Alle wer­den die­sen Weg geführt. Und mit­ten in die­se Situa­ti­on hin­ein, wo es immer dunk­ler wur­de auf dem Lebens­weg Jesu, wo alles aufs Ster­ben und aufs Kreuz hin­lief, da schenkt ihm der Vater gleich­sam eine Vor­schau auf das Ende, auf das Ziel. Er zeigt ihm und den drei Apos­teln, die dabei waren: Das Ende ist nicht Dun­kel­heit, son­dern Glanz. Das Ende ist nicht das Kreuz. Das ist nur der Weg. Das Ende ist die Herr­lich­keit beim Vater.

    Natür­lich, man kann sich gut vor­stel­len, als der Vater ihm die gan­ze Herr­lich­keit zeigt, dass Petrus das fest­hal­ten will. „Herr es ist gut, dass wir hier sind; lass uns hier drei Hüt­ten bau­en.“ Sie wol­len die­se Erfah­rung des Glan­zes fest­hal­ten.

    Aber sie konn­ten es nicht fest­hal­ten. Es war noch nicht das Ziel, es war nur die Vor­schau auf das Ziel. Jesus und die drei Apos­tel müs­sen wie­der vom Berg her­un­ter. Sie müs­sen wie­der hin­un­ter­stei­gen in den grau­en All­tag, in den dunk­len Weg des Lei­dens bis zum Kreuz, bis zum Kar­frei­tag.

    Aber eines gilt auch: Nach die­ser Erfah­rung auf dem Berg Tabor, wo Gott ihnen eine Vor­schau gege­ben hat auf die Herr­lich­keit, gehen sie die­sen dunk­len Weg anders als vor­her.

    Eine Ein­la­dung an uns, eben­falls unse­ren Lebens­weg (beson­ders in den dunk­len Momen­ten) so zu gehen, dass wir das Ziel immer im Blick haben: unse­re Ver­klä­rung, das Leben in Fül­le in der Ewig­keit des Vaters

    Es grüßt Sie herz­lich

    Pas­tor Peter Nie­stroj

     

     

    Geistlicher Impuls

    Pas­tor Peter Nie­stroj

  • Digi­ta­le Brief­tau­be

     

    Lie­be Schwes­tern und Brü­der,

    Die Fas­ten­ak­ti­on ver­mehrt Gutes ruht im klas­si­schen Sin­ne etwas. Daher haben wir – die Hil­­de­­gar­­dis-Schu­­le, die Jun­ge­Kir­che Hagen-Wit­­ten und young­ca­ri­tas – uns über­legt wie wir trotz­dem Gutes ver­meh­ren kön­nen.

    Da im Moment in vie­len Alten­hei­men, Pfle­ge­hei­men und Wohn­hei­men für Men­schen mit Behin­de­rung gar kein oder nur sehr wenig Besuch emp­fan­gen wer­den darf, möch­ten wir den Men­schen, die dort leben eine klei­ne Auf­merk­sam­keit zukom­men las­sen. Dazu brau­chen wir euch! Die Idee ist, dass ihr ein Bild malt oder einen Brief schreibt und die­sen an uns schickt. Ent­we­der digi­tal, das heißt ihr foto­gra­fiert euer Werk oder scannt es ein und schickt das dann per Mail an uns. Wir dru­cken es aus und geben es in einem Alters­heim o.ä. ab. Oder ganz klas­sisch auf dem Post­weg, dann aber bit­te auch an uns, wir über­neh­men die Ver­tei­lung.

    Für den digi­ta­len Weg bit­te mei­ne E‑Mail Adres­se ver­wen­den: sommer@caritas-hagen.de

    für den Post­weg bit­te an Cari­tas­ver­band Hagen e.V. Fran­zis­ka Som­mer, Berg­str. 81, 58095 Hagen sen­den.

    Bei einem Bild sind eurer Fan­ta­sie natür­lich kei­ne Gren­zen gesetzt, viel­leicht könnt ihr auch noch einen klei­nen Gruß oder ein auf­mun­tern­des Wort dazu schrei­ben.

    In einem Brief könnt ihr etwas über euch erzäh­len, was ich so macht, zu wel­cher Schu­le ihr geht, über eure Hob­bys oder eure Fami­lie oder wie ihr die Coro­­na-Zeit zu Hau­se ver­bringt. Natür­lich wäre auch hier ein auf­mun­tern­des Wort schön, dass die Zeit bald vor­bei geht usw.

    In dem Sin­ne, lasst uns gemein­sam ver­mehrt Gutes tuen und ande­ren eine Freu­de berei­ten.

    Fran­zis­ka Som­mer, Chris­ti­an Haa­se , Tho­mas Wertz

Archivierte geistliche Impulse

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