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Pas­to­ra­ler Raum
Hagen-Mit­te-West

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Neues aus dem pastoralen Raum

Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn

Die unab­hän­gi­ge kir­chen­his­to­ri­sche Stu­die zum Miss­brauch im Erz­bis­tum Pader­born wird am Don­ners­tag, 12. März 2026, von der Uni­ver­si­tät Pader­born ver­öf­fent­licht und vor­ge­stellt – das hat die Uni­ver­si­tät heu­te, 6. Febru­ar 2026, angekündigt.Das Erz­bis­tum Paderborn…

lädt ein zu den  Lichtpunktgottesdienste  in der Fastenzeit 2026

lädt ein zu den Lichtpunktgottesdienste in der Fastenzeit 2026

Eigent­lich bin ich ganz anders“ (O. Hor­vath) Men­schen aus bibli­schen Zei­ten beglei­te­ten uns durch die Fas­ten­zeit So freu­en wir uns, Sie an fol­gen­den Aben­den begrü­ßen zu dür­fen. Sonn­tag, 22.02.     JOSEF            ‑Kri­sen und Wüs­ten­zei­ten- Sonn­tag, 01.03.     ZACHÄUS

  • Zwi­schen Fei­er­lau­ne und Fasten

    Am Ascher­mitt­woch ist alles vor­bei“ schallt es durch den Raum und es wird dabei Kon­fet­ti geschos­sen.
    Eine fins­te­re Aus­sicht geschmückt mit bun­tem Papier und lau­ter Musik.

    Die Kir­chen als die­je­ni­gen, die dem aus­ge­las­se­nen Trei­ben ein Ende berei­ten — ein Gedan­ke, der längst nicht mehr die Mehr­heit der Men­schen berührt.
    Wobei selbst die Zeit des Kar­ne­vals von den Kri­sen die­ser Welt gezeich­net ist.
    Wenn am Rosen­mon­tag die mit Herz­blut und viel Lie­be zum Detail gestal­te­ten Wagen durch die Stra­ßen fah­ren, wer­den sie uns mit einem Schmun­zeln dar­an erin­nern, dass es im Kar­ne­val nicht um „Frie­de, Freu­de Eier­ku­chen“ geht, son­dern ums Ein­ge­mach­te.
    Die Ernst­haf­tig­keit des All­tags, die uns in der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit dazu bewegt, deut­li­che Zei­chen gegen Aus­gren­zung und Hass zu setz­ten, spielt dort eine wich­ti­ge — wenn nicht sogar die zen­tra­le Rol­le.
    Gera­de Viel­falt und Diver­si­tät bekom­men im Kar­ne­val ihren Aus­druck.
    Wenn Men­schen sich in die ver­schie­dens­ten Rol­len bege­ben, bunt und laut fei­ern, ein­zel­nen Cha­rak­te­ren und gan­zen Grup­pen den när­ri­schen Spie­gel vor­hal­ten, dann ist das eine kla­re Form des Far­be Beken­nens in unse­rer Gesell­schaft.
    Wenn wir nun am Ascher­mitt­woch als Christ:innen dazu auf­ge­for­dert wer­den, uns eben von die­sem bun­ten Trei­ben abzu­wen­den, wäre das für die­se Welt im Prin­zip fatal.
    Was bedeu­tet es also, wenn am Mitt­woch die fünf­te Jah­res­zeit endet und wir dar­an erin­nert wer­den, dass wir „Staub sind und zu Staub zurück­keh­ren“, dass wir „umkeh­ren und an das Evan­ge­li­um glau­ben“ sollen?

    Die Gläu­bi­gen ver­sam­meln sich, um mit dem Aschen­kreuz auf der Stirn die Ver­gäng­lich­keit des Lebens zu beken­nen.
    Es ist der Beginn der 40-tägi­­gen Fas­ten­zeit, eine Zeit des Ver­zichts und der inne­ren Ein­kehr.
    Inmit­ten eines Kon­sum­rau­sches und einer Kul­tur der Über­fluss­ge­sell­schaft erin­nert uns Ascher­mitt­woch dar­an, dass wah­re Erfül­lung nicht im Mate­ri­el­len zu fin­den ist, son­dern im spi­ri­tu­el­len Wachs­tum und in der Nächstenliebe.

    In einer Zeit, in der die Gesell­schaft zuneh­mend frag­men­tiert und pola­ri­siert ist, könn­ten gera­de die­se reli­giö­sen Fei­er­ta­ge wich­ti­ge Impul­se für eine gemein­sa­me Iden­ti­tät und ein tie­fe­res Ver­ständ­nis für­ein­an­der bie­ten.
    Sie erin­nern uns dar­an, dass wir trotz unse­rer Unter­schie­de eine gemein­sa­me mensch­li­che Erfah­rung tei­len und dass Ver­zicht und Besin­nung uns hel­fen kön­nen, eine tie­fe­re Ver­bun­den­heit mit uns selbst, unse­ren Mit­men­schen und dem Gött­li­chen zu finden.

    Rosen­mon­tag und Ascher­mitt­woch ste­hen somit nicht nur für Tra­di­ti­on und Glau­ben, son­dern auch für die Suche nach Sinn und Zusam­men­halt in einer sich ste­tig wan­deln­den Welt.
    Mögen sie uns in die­ser Zeit der Her­aus­for­de­run­gen und Unsi­cher­hei­ten dar­an erin­nern, dass wah­re Freu­de und Erfül­lung nicht im Äuße­ren, son­dern im Inne­ren zu fin­den sind.

    Ihr Tho­mas Wertz, Gemeindereferent

    (Bild: matheus frade/ unsplash.com)