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Pas­to­ra­ler Raum
Hagen-Mit­te-West

St. Mari­en · Herz Jesu · Lieb­frau­en
St. Boni­fa­ti­us · St. Josef · St. Kon­rad · St. Mein­olf
St. Micha­el · St. Petrus Canisius

Neues aus dem pastoralen Raum

Düstere Mette in St. Marien

Die Düs­te­re Met­te ist eine ein­drucks­vol­le und sym­bol­träch­ti­ge Form des Got­tes­diens­tes in der Kar­wo­che. Tra­di­tio­nell wird sie an den drei letz­ten Tagen vor Ostern gefei­ert (Grün­don­ners­tag, Kar­frei­tag und Kar­sams­tag) und gedenkt des Lei­dens, des Ver­rats und des Sterbens…

Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn

Die Uni­ver­si­tät Pader­born hat am 12. März 2026 die unab­hän­gi­ge Stu­die zum Miss­brauch im Erz­bis­tum Pader­born ver­öf­fent­licht. Die Stu­die wur­de vom Erz­bis­tum Pader­born 2019 beauf­tragt. 2018 hat­te die bun­des­wei­te MHG-Stu­die das Aus­maß des Miss­brauchs inner­halb der…

  • Die Bot­schaft der Auferstehung

    Lie­be Schwes­tern und Brü­der, lie­be Mitmenschen,

    im Oster­mor­gen grün­det unser Glau­be, in ihm hat er sei­ne Mit­te, ohne ihn ist er Trug und Lüge.
    Vie­le Chris­ten­men­schen tun sich schwer mit der Mit­te unse­res Glau­bens — der Bot­schaft von Auf­er­ste­hung.
    Es könn­te dar­an lie­gen, weil sie schwer zu ver­ste­hen ist — nicht, weil sie schwie­rig, son­dern weil sie ein­fach und uns nah ist.
    Es ver­hält sich so, wie mit Glä­sern oder Tas­sen.
    Ob sie nun groß oder klein, kost­bar oder für den all­täg­li­chen Gebrauch sind, das Wesent­li­che und der Nut­zen liegt in der Lee­re der Gefä­ße.
    Oder wie bei einem Haus oder einer Woh­nung, ob Vil­la oder klei­nes Apart­ment, der Nut­zen liegt in der Lee­re des Rau­mes.
    Am Oster­sonn­tag wird uns wie­der das Evan­ge­li­um des Johan­nes ver­kün­det wer­den (Joh 20,1–18).
    Maria von Mag­da­la geht im Mor­gen­grau­en zum Grab, um dem nah zu sein, der sie ins ech­te Leben geführt hat­te — Jesus, ihr Rab­bu­ni, ihr Lebens­meis­ter.
    Was sie fin­den wird, ist Lee­re.
    Ein offe­nes und lee­res Grab.
    Sie beugt sich tief in die Grab­höh­le hin­ein, wen­det sich ihr zu in der Hoff­nung auf Nähe.
    Es ist auch ein Bild ihrer Trau­er, in die sie sich hin­ein­be­gibt in der Tie­fe ihres Her­zens.
    In ihrer Lee­re — in der Lee­re des Gra­bes begeg­net sie den Engeln — in der Bibel ein Bild für eine wesent­li­che Bot­schaft Got­tes.
    In der Lee­re bekommt sie eine ers­te Ahnung von dem, was Jesus ja gelebt und gelehrt hat — Gott ist der „Ich-bin-für-dich-da“.
    Denn sie wen­det sich ab und geht hin­aus in den Gar­ten noch suchend die letz­te Hoff­nung, den Leich­nam ihres Herrn.
    „Maria“ hört sie den Frem­den sagen.
    Sie will ihn hal­ten, grei­fen und … begrei­fen?
    Erneut muss sie Jesus ver­lie­ren, um Gewiss­heit zu gewin­nen.
    Es ist Maria von Mag­da­la, eine Frau, die in der Gesell­schaft ihrer Zeit kei­ne Stim­me hat­te, die zur ers­ten Zeu­gin des Auf­er­stan­de­nen wird.
    „Ich habe den Herrn gese­hen.“, wird sie den Apos­teln sagen.
    In der Lee­re des Lebens, im Lebens­mo­ment, wo alles gestor­ben ist, in der Nacht, wenn alles dun­kel ist, da geschieht Wesent­li­ches — so schrei­ben es die Evan­ge­lis­ten.
    Die Lee­re darf nie­man­dem gewünscht wer­den und kei­ne Men­schen­see­le darf vom Men­schen ins Dunk­le geführt wer­den.
    Doch für die Men­schen, die Jesu Wor­ten ver­trau­en, die mit dem Gott „Ich-bin-da-für-dich“ leben, kön­nen sich all dem stel­len, weil im tiefs­ten Abgrund Got­tes Wort zu hören ist, der sagt: Ich will, dass Du bist und lebst, wie Du bist.

    Im Namen des Pas­to­ral­teams wün­sche ich Ihnen und allen Ihren Lie­ben ein geseg­ne­tes und fro­hes Osterfest!

    Ihr Pfar­rer Dirk Salzmann