Pastoraler Raum
Hagen-Mitte-West
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Neues aus dem pastoralen Raum
40 Jahre NOVITAS
.. am 14. November im Pfarrheim St. Bonifatius!
“High Society”
Geistlicher Impuls
Pfarrnachrichten 41–43 (3. Oktober 2026 bis 25. Oktober 2026)
Pfarrnachrichten Ausgabe 41 — 43 2026 03.10.2026 — 25.10.2026
Herbstfest
.. am 17. Oktober in St. Konrad!
- “High Society”
„High Society“[1]
Im September durfte ich zwei Taufen spenden.
Ich habe nicht gezählt, aber insgesamt feiern wir erfreulicherweise viele Taufen in unserem Pastoralen Raum.
Jede Tauffeier trägt das Potenzial für eine zukünftig lebendige Kirche in sich und jede Tauffeier ist der Beginn aus der Gemeinschaft mit Gott, Jesus Christus und dem Heiligen Geist zu leben.
Das Zentrum der Feier bilden das Wasser und die Taufformel.
Nicht weniger wert sind die Worte und Zeichen in der Peripherie.
Zwei möchte ich hervorheben.
Die Frage nach dem Namen des Kindes oder der Taufkandidaten bei Erwachsenen und die Salbung mit dem Chrisam.
Wenn ein Mensch in die Gemeinschaft der Kirche eintreten oder aufgenommen werden möchte, werden den Eltern und Paten oder Taufbewerbern Fragen gestellt.
Die erste Frage ist eben nicht die Frage nach Herkunft, nach Leistungen, nach Kontoständen oder Lebenszielen, sondern die Frage nach dem Namen.
Der Name ist Ausdruck unserer Würde.
Wir sind Person und keine billige Nummer.
Wir tragen einen Namen, der uns ansprechbar für Menschen und für Gott macht.
Mit Namen gehe ich stets achtsam um, weil sie eng mit uns verbunden sind und eine Verunglimpfung zu Verletzungen führen kann.
Spitznamen sind häufig Ausdruck von Wohlwollen, Freundschaft und bestimmter Eigenschaften von Menschen.
In der Antike rieben sich die Ringer mit Öl ein, damit der Gegner eine geringere Chance zum Zupacken hatte – dieses Bild habe ich von einem Mitbruder kennengelernt und manchmal greife ich es auf, um deutlich zu machen, dass die Salbung mit dem Chrisam auch ein Schutz gegen lebensfeindliche Kräfte ist.
Natürlich reicht der Kampfsport nicht aus, um dem großartigen Geschenk der Salbung einen Zugang anzubieten.
Denn gerade im Zeichen des Chrisams gründet sich unser gemeinsames Taufpriestertum.
„Wer getauft ist, hat eine dreifache Salbung erhalten: zum Priester, der betet, zum König, der Verantwortung trägt für seine Umgebung, und zum Propheten, der Gottes Wort kündet.“[2]
In der Tauffeier ergänze ich die Deutung von Benini, weil das Priesterliche für die Kunst des Liebens steht.
Christen tragen die Gabe der Nächstenliebe in sich.
Das Königliche beschreibt auch unsere Freiheit.
Wir gehören Gott und sonst niemandem.
Wir gehen Bündnisse und Freundschaften mit Menschen ein, aber es darf nie zu Besitzverhältnissen kommen.
Das Prophetische birgt auch die Kraft in sich, dass ich mich als Mensch und Christ zeigen kann.
Ich darf und soll mein Wort machen, mich einbringen, um Welt und Kirche zu gestalten.
Name und Salbung sind Ausdruck unserer Würde, die uns Gott gegeben hat.
Aus dem Sakrament der Taufe zu leben, bleibt gewiss ein Lebensprojekt, gleichzeitig zeigt es auch unsere Aufgabe und Verantwortung an, die Welt im Sinne Gottes zu verändern.Ihr Pfarrer D. Salzmann
[1] Christ in der Gegenwart 38/2026; Prof. Dr. Marco Benini, S.8
[2] ebd.


