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Geistlicher Impuls

vom 4. April

Die Auferstehung des Herrn ist unsere Hoffnung“ (hl. Augustinus)

Lie­be Brü­der und Schwestern,

mei­ne Oster­bot­schaft an die­sem denk­wür­di­gen Oster­fest im Zei­chen der Coro­na-Kri­se möch­te ich unter ein Wort des hl. Augus­ti­nus stel­len: „Resur­rec­tio Domi­ni, spes nos­tra – die Auf­er­ste­hung des Herrn ist unse­re Hoff­nung“ (Ser­mo 261,1). Jesus ist für uns auf­er­stan­den, damit wir, obwohl wir ster­ben müs­sen, nicht ver­zwei­feln in dem Gedan­ken, dass mit dem Tod das Leben völ­lig been­det sei. Die Auf­er­ste­hung des Herrn ist weder ein Mythos noch ein Traum, weder eine Visi­on noch eine Uto­pie und schon gar kein Mär­chen, son­dern ein ein­ma­li­ges und unwie­der­hol­ba­res Ereig­nis: Jesus von Naza­reth, der Sohn Mari­as, hat nach sei­nem Tod am Kreuz sieg­reich das Grab ver­las­sen. Seit dem Mor­gen­grau­en des Oster­ta­ges erfasst ein neu­er Früh­ling der Hoff­nung die Welt; denn mit jenem Tag hat schon unse­re eige­ne Auf­er­ste­hung begonnen.

Die Ver­kün­di­gung der Auf­er­ste­hung des Herrn trägt Licht in die Dun­kel­heit der Welt, in der wir leben. Die Coro­na-Kri­se macht die­se Dun­kel­heit für uns alle zu einer Rea­li­tät, die uns exis­ten­ti­ell bedrängt und der wir nicht ent­flie­hen kön­nen. Chris­ti Auf­er­ste­hung ist unse­re Hoff­nung! Das rufe ich Ihnen heu­te trotz allem mit öster­li­cher Freu­de zu. Wir ver­kün­den die Hoff­nung, die Gott unüber­wind­lich gemacht hat, indem er Jesus Chris­tus von den Toten auf­er­weck­te. Ver­brei­ten wir die­se Hoff­nung, die wir im Her­zen tra­gen und mit allen Men­schen tei­len möchten!

Chris­tus ist auf­er­stan­den, er ist wahr­haft auf­er­stan­den. Halleluja!

Von Her­zen grü­ße ich Sie und Ihre Lie­ben in die­ser schwe­ren Zeit. Auch wenn die Oster­got­tes­diens­te nicht in der gewohn­ten Wei­se statt­fin­den kön­nen, so sind wir doch im Oster­glau­ben und im Gebet verbunden.

Ihr Dr. Nor­bert Bathen
Pfar­rer

Bit­te fei­ern Sie die Got­tes­diens­te zu Hau­se mit, indem Sie die Über­tra­gun­gen im Inter­net und im Fern­sehn (z.B. k‑tv) nut­zen. Ver­bin­den Sie sich dabei mit Chris­tus in der sog. „geist­li­chen Kommunion“.

Gebet in der Zeit der Pandemie

All­mäch­ti­ger und ewi­ger Gott,
du bist unse­re Zuflucht in jeder Gefahr;
an dich wen­den wir uns in unse­rem Schmerz
und bit­ten dich voll Ver­trau­en:
Hab Erbar­men mit unse­rer Not.
Gewäh­re den Ver­stor­be­nen die ewi­ge Ruhe,
trös­te die Trau­ern­den,
hei­le die Kran­ken.
Schen­ke den Ster­ben­den den Frie­den,
den Pfle­gen­den Stär­ke,
den Ver­ant­wor­tungs­trä­gern Weis­heit
und ermu­ti­ge alle, sich ein­an­der in Lie­be zuzu­wen­den,
damit wir gemein­sam dei­nem hei­li­gen Namen die Ehre erwei­sen.
Dar­um bit­ten wir durch Jesus Chris­tus, dei­nen Sohn,
unse­ren Herrn und Gott,
der in der Ein­heit des Hei­li­gen Geis­tes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Amen.

Geistlicher Impuls

Dr. Nor­bert Bathen
Pfar­rer